25.04.2018

Einschalten und direkt loslegen

Mir war schon zu Zeiten von XT`s und 386ern nie so richtig klar warum es nicht möglich ist einen Computer so zu bauen, dass er das Betriebssystem in einem EEPROM (Speicher der seinen Inhalt auch bei Stromausfall beibehält) gespeichert hat. Dadurch könnte man direkt mit dem Arbeiten loslegen ohne ewig zu warten bis der Computer hochgefahren ist. Es gibt zwar inzwischen viele ähnliche Ansätze mit Hibernation, Standby und so, aber das Betriebssystem befindet sich im Prinzip mach wie vor auf der Festplatte.
Einschalten und direkt loslegen wird wohl noch ein Traum bleiben, obwohl die Technik inzwischen längst soweit wäre. Anscheinend ist aber kein Markt dafür da.
Schade eigentlich.

Das Linux-Syndrom

Mir ist zuerst am Betriebssytstem Linux etwas aufgefallen, was ich später auch bei anderen Produkten aus unterschiedlichen Bereichen bemerkt habe:
Linux ist ein Nischenprodukt und wurde vor einigen Jahren noch von kaum jemandem wahrgenommen. Doch plötzlich setzte ein Boom ein der an sich in seinem Umfang unerklärlich ist. Aber ich möchte das worauf ich hinaus will an einem Beispiel erläutern:
Ein User hört von Linux daß es echt gut ist, daß es aber viele Skeptiker hat und daß es noch nicht viele "Freunde" hat. Er läßt sich aber aufgrund vieler guter Eigenschaften überzeugen und wird schnell Teil der unbewußten Ideologie die hinter Linux steckt: Das hat nicht jeder, aber es ist gut, die Unzulänglichkeiten nehm ich in Kauf, ignoriere sie gar und ich verwende das Produkt. Das tut dieser User nur, um damit angeben zu können, daß er Linux hat - und schwups wird er zum Sprachrohr der Linux-Gemeinde. Er überzeugt andere indem er die guten Seiten hervorhebt und die Unzulänglichkeiten herunterspielt. Ihm ist peinlich zuzugeben daß er ein System hat was eigentlich nicht perfekt ist obwohl er das anfangs immer gesagt hatte und das inzwischen nicht alles das kann was er gerne hätte. Er setzt sich mit dem System auseinander und lernt, aber es ist mühsam.
Zwischenzeitlich aber hat er andere User in seinen Bann gezogen, und Linux verbreitet sich.
Später ist mir dieses Prinzip auch beim Auto "Smart" aufgefallen, mit genau den selben Auswirkungen.
Nur um das klar zu stellen: Ich schätze Linux mehr als Windows, aber nicht weil es das kann was es jetzt kann, sondern weil in ihm noch große Kapazitäten schlummern :-)
Das oben grob erklärte Prinzip trifft nicht pauschal für jeden Freak zu, aber es ist dennoch ein Massensyndrom, was ich nur deshalb Linux-Syndrom nennen möchte, weil es mir dort als erstes auffiel.