21.02.2018

Meine beste Freundin

Nun, Konservative, Katholiken oder andere Menschen mit gewohnten, eingeschränkten Sichtweisen werden sich nun wundern: Ist die beste Freundin nicht immer die eigene Frau bzw. sollte es nicht so sein? Mir ist das jedenfalls egal - ich bin meiner Tina jedenfalls genauso hoffnungslos verfallen, wenngleich auf einer ganz anderen Ebene. Tina wurde am 03.11.1982 in Suhl (Süd-Thüringen) geboren und zog 1993 mit 11 Jahren nach Marnitz (Meck-Pomm). Wir lernten uns irgendwann 1998 im Schulweb-Chat kennen, so genau wissen wir das nicht mehr. Sie war damals sehr schüchtern und lernte meine Motivationsfähigkeiten schnell schätzen. Sie zog später mit ihrem Freund Ralf zusammen in eine Wohnung in Berlin-Friedrichshain, wo die beiden heute noch wohnen. Sie hat ein Studium zur Betriebswirtin BA abeschlossen und studierte eine Zeitlang nach zwischenzeitlich erfolgloser Arbeitssuche Wirtschaftspädagogik an der Humboldt-Universität in Berlin. Dann hat sie aber ein Jobangebot in Hamburg am Hafen bekommen und disponierte Container nach Afrika. Sie pendelte regelmässig von ihrer Wohnung in Hamburg bis nach Berlin. Aktuell arbeitet sie bei Siemens im Energie-Segment im Bereich Ersatzteillogistik für Gasturbinen.

Bedauerlicherweise ist Tina sehr fotoscheu. Es gelang mir zwar in den letzten Jahren eine Handvoll Fotos zu bekommen oder zu schießen, aber leider darf ich keines davon veröffentlichen. Schade eigentlich, denn ich finde im Gegensatz zu ihr selbst, dass sie toll aussieht.

Tina sieht mich als eine Art Bruder, mit dem man unter anderem telefonieren kann, wenn etwas besonderes anliegt (oder einfach mal so), und den man ab und zu mal trifft. Sie denkt oft an mich und ich oft an sie. Wir waren nie ineinander verliebt, uns verbindet eher gemeinsames Vertrauen, gemeinsamer Respekt voreinander und viele tiefgehende Gespräche - eben das, was eine gute Freundschaft so ausmacht.

Für mich ist sie die Schwester, die ich nie hatte, an die man sich anlehnen kann, mit der man Blödsinn machen kann, die einem zuhört, wenn man Probleme hat, und der man helfen kann, wenn sie nicht weiterkommt im Leben. Bei meiner Hochzeit mit Ruth am 20.06.2003 war sie meine Trauzeugin, was ich ihr hoch anrechne.

Es ist schade, daß wir so weit auseinander wohnen, wir sehen uns nur alle 1-2 Jahre mal. Und dann vergeht die Zeit wie im Flug.

Tina, ich mag Dich so wie Du bist - das war immer so und wird auch so bleiben !